PRESSEMITTEILUNG 36/2019

Traunstein, den 13.06.19

Steinschlagschutz am Fuderheuberg wird erweitert - Baumaterial wird mit Hubschrauber angeliefert

Vor zwei Wochen haben die Bauarbeiten zur Erweiterung des Steinschlagschutzzaunes am Fuderheuberg entlang der Bundesstraße 20 zwischen Piding und Bad Reichenhall begonnen. Seit gestern gehen die Montagearbeiten in die entscheidende Bauphase. Mit Hubschrauberunterstützung wird das Baumaterial zur Arbeitsstätte geflogen. Beeinträchtigungen des Verkehrs an dieser Hauptschlagader des Landkreises konnten bisher vermieden werden.

Spätestens seit Veröffentlichung der Gefahrenhinweiskarten durch das Bayerische Landesamt für Umwelt im Jahr 2008 ist eine latente Steinschlaggefahr am Fuderheuberg entlang der Bundesstraße B 20 zwischen Piding und Bad Reichenhall bekannt. Wie an allen anderen stark belasteten Bundes- und Staatsstraßen hat das Staatliche Bauamt in Traunstein bezüglich konkreter Gefahren Gutachten erstellen lassen und setzt die dabei empfohlenen Maßnahmen nach und nach um. Auch entlang der B 20 konnte so im Jahr 2017 bereits auf einem ersten Abschnitt in Piding Mauthausen ein etwa 300m langer Schutzzaun mit Baukosten von rd. 220.000 Euro errichtet werden, der eine regelkonforme und sichere Bewirtschaftung des oberhalb liegenden Waldes ermöglicht. Der vier Meter hohe Zaun nimmt Felsbrocken mit einer Absturzenergie bis zu 1000 kJ (Kilojoule) auf. Die Bauarbeiten konnten damals innerhalb von 5 Wochen abgeschlossen werden. 2018 wurde ergänzend der Bereich oberhalb des Campingplatzes durch die Bayerischen Staatsforsten gemeinsam mit der Gemeinde Piding erfolgreich gesichert.

Ein Windwurf im vergangenen Jahr erhöhte in einem weiteren Teilbereich den Handlungsbedarf, da hier der Wald seine schützende Wirkung vor Steinschlag aus den oberhalb liegenden Felswänden nicht mehr gewährleisten konnte. Die umgehend eingeleitete Begutachtung des Gefährdungsbereiches ergab, dass eine erweiterte Sicherungsmaßnahme, die zurzeit umgesetzt wird, erforderlich wird.

Seit etwa zwei Wochen werden daher zwei weitere Steinschlagschutzzäune mit einer Energieaufnahmemöglichkeit bis 2000 kJ auf einer Gesamtlänge von etwa 180 Metern errichtet. Da das Gelände wegen äußerst schwieriger Andienung für herkömmliche Maschinen nicht zugängig ist, müssen die Arbeiten mit Hubschrauberunterstützung durchgeführt werden. Ziel ist es, die Fertigstellung des Schutzzaunes innerhalb der nächsten zwei Wochen abzuschließen.

Die Baukosten von 200.000 Euro teilen sich im Wesentlichen das Staatliche Bauamt Traunstein und die Bayerischen Staatsforsten. Einen Anteil trägt auch die hier in Piding ansässige Firma Ziemer GmbH Elektrotechnik & Softwareentwicklung.

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